Wir verwenden aktuell 3 Drohnen von Yuneec, Typ H520. Diese sind jeweils mit einer Wärmebildkamera (CGO-ET) ausgestattet. Da die Auflösung dieser Wärmebildkameras relativ gering ist, beträgt die maximale Flughöhe 15 Meter, in der die Kitze noch erkannt werden können. Um die Fehlerquelle so gering wie möglich zu halten, nutzen wir beim Fliegen das Vier-Augen-Prinzip (Pilot und Co-Pilot). Der Drohnenpilot steuert die Drohne und muss zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sich diese befindet. Da er dabei den Blick oft vom Wärmebild abwenden muss, steht neben ihm immer ein Co-Pilot. Während des Fluges kann dieser sich allein auf das Wärmebild konzentrieren. Hierfür hat er einen eigenen, separaten Monitor (Fieldmonitor), auf dem er das gleiche Wärmebild sieht. Die Sichtbarkeit der Kitze ist aber nicht nur von der Auflösung der Kamera abhängig. Sowohl die Außentemperatur, als auch die Grashöhe spielen eine wichtige Rolle. Die Kitze haben eine Abstrahltemperatur von ca. 20 Grad, daher sollte die Außentemperatur nicht über 10 Grad betragen. Je geringer die Temperaturdifferenz ist, desto schlechter sind die Kitze auf dem Wärmebild zu sehen. Gleiches gilt auch bei Sonnenaufgang – sobald die Sonnenstrahlen auf die Wiesen gelangen, erwärmen sie vor allem großblättrige Pflanzen und Maulwurfshügel sehr stark. Daraus folgt, dass sich oft einzelne Teile der Wiese stärker als andere erwärmen und so punktuell sehr schnell Temperaturen von über 20 Grad entstehen. Der Unterschied zwischen diesen Wärmequellen und Wildtieren/Rehkitzen ist dann nur noch schwer bis gar nicht erkennbar. Wenn das passiert, ist das zuverlässige Absuchen der Wiesen nicht mehr gegeben und die Suchaktionen müssen abgebrochen werden.