Wir verwendeten bis 2020 Drohnen von Yuneec (Typ H520).
2021 stellten wir die Technik komplett auf die Produkte von DJI um. Wir suchen nun die Jungwildtiere mit zwei Drohnen vom Typ Mavic 2 Enterprise Dual. Eine Drohne davon ist ausgestattet mit einer Spezialkamera, die Flir Boson 320 Click’n’Go Professional. Die Empfindlichkeit dieser Kamera macht die Suche nach Wärmequellen noch viel einfacher.
Um die Fehlerquelle so gering wie möglich zu halten, nutzen wir beim Fliegen das Vier-Augen-Prinzip (Pilot und Co-Pilot). Der Drohnenpilot konzentriert sich auf die Drohne, denn er muss zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sich diese befindet. Da er dabei den Blick oft vom Wärmebild abwenden muss, befindet sich neben ihm immer ein Co-Pilot. Während des Fluges kann dieser sich allein auf das Wärmebild konzentrieren. Hierfür hat er einen eigenen, separaten Monitor. Die Sichtbarkeit der Rehkitze ist aber nicht nur von der Auflösung der Kamera abhängig. Sowohl die Außentemperatur, als auch die Grashöhe spielen eine wichtige Rolle. Die Rehkitze haben eine Abstrahltemperatur von ca. 20 Grad, daher sollte die Außentemperatur immer niedriger sein. Je geringer die Temperaturdifferenz ist, desto schlechter sind die Tiere auf dem Wärmebild zu sehen. Sobald beim Sonnenaufgang die Sonnenstrahlen auf die Wiesen treffen, erwärmen sie vor allem großblättrige Pflanzen, Steine, kahle Flächen und Maulwurfshügel sehr stark. Daraus folgt, dass sich oft einzelne Teile der Wiese stärker als andere erwärmen und so punktuell sehr schnell Temperaturen von über 20 Grad entstehen. Der Unterschied zwischen diesen Wärmequellen und den Jungwildtieren ist dann nur noch schwer bis gar nicht erkennbar. Deswegen suchen wir ganz früh, wenn es noch kalt ist, die Wiesen ab. Eine gute Zusammenarbeit und Absprache mit dem Landwirt ist daher ganz wichtig. Die kleinen Rehkitze dürfen nicht zu lange warten müssen, bis sie nach der Grünlandmahd wieder freigelassen werden können.